Arthur H.

Hier die Fortsetzung des Inside BADEN IN BLUT Interviews.

Bisher gab es sehr wenige Einblicke hinter die Kulissen und die Leute hinter dem BiB. Das möchte ich gerne ändern und euch hier mit einem ungekürzten Interview, welches ich für die Weiler Zeitung im letzten Jahr gegeben habe, etwas Einblick geben.

Den ersten Teil des Interviews findet ihr hier: Zum ersten Teil.

Was ist denn Ihr persönlicher Antrieb, zahllose Stunden in das Festival zu investieren?


Zunächst noch ein  kurzer Hinweis in eigener Sache: Kommenden Samstag findet das nächste Metal Café in Lörrach mit eine ordentlichen Ladung THRASH und BLACK/DETAH Metal statt! 4 Livebands geballte Metalladung für 10 EUR – Ihr seid am Start?!

Samstag 09. Februar – SAK Wasserwerk Lörrach – 10 EUR – Doors: 19:30
  • TYRON – Bay Area Thrash Metal
  • THRON – Blackened Death Metal
  • DEFRAKTOR – Thrash Metal
  • FATALITY – Thrash Metal

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Nun aber weiter mit dem Interview. Wo waren wir stehengeblieben? Richtig. Antrieb!

Jeder packt an, opfert seine Freizeit liefert Ideen und Details und ist mit Herzblut dabei.

Ein großer Antrieb für mich, ist dieses großartige, unbeschreiblich Gänsehautgefühl im Publikum zu stehen, wenn der Headliner spielt und diese einmalige Stimmung aufzusaugen. Die gesamte Anspannung der gesamten letzten Tage (der Aufbauphase) fällt wie ein Hinkelstein ab. Man genießt schlicht und einfach diesen Moment – auf den man ein Jahr hinarbeitet.
Es ist der Antrieb etwas großartiges zu schaffen, von dem ich selbst bis in die Haarspitzen überzeugt bin – gemeinsam mit Familie und guten Freunden als Team. Unseren Besuchern einen unvergesslichen, besonderen Tag zu bieten.

Es gibt viele Anekdoten zu erzählen: Wir hatten schon mindestens eine Verlobung auf dem Festival, die inzwischen mehrfach zu Nachwuchs geführt hat.

Menschen haben sich bei uns kennengelernt und sind zusammen geblieben. Freunde, Partnerschaften, Verlobungen, Ehen, Junggesellenabschiede, …
Die Vereinsmitglieder und viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte treffen sich einmal im Jahr ab Mittwoch vor dem Festival zu den Aufbauarbeiten.
Jeder packt an, opfert seine Freizeit liefert Ideen und Details und ist mit Herzblut dabei.
Alle mit dem Ziel ein großartiges Festival zu schaffen. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich mir all dessen bewusst werde und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen und diese Gemeinschaft.
Im Grunde ist das BADEN IN BLUT, mit all seinen einmaligen Charakteren dahinter, ein Familienunternehmen. Viele Grüße an alle unseren treuen und fleißigen Helfer! Ihr seid großartig!

Dass Baden in Blut hat mich als Mensch geprägt und ist ein Teil von mir. Ich war 19 als wir angefangen haben – inzwischen bin ich 34. Das Festival begleitet mich schon die Hälfte meines (bewussten) Lebens.

Die „verflixte“ 13. Auflage haben Sie schadlos überstanden. Dennoch: Welche Erfahrungen haben Sie im vergangenen Jahr in Weil gemacht, aus denen Sie für dieses Jahr Ihre Lehren gezogen haben? Und inwiefern spielen die Sicherheitsauflagen eine Rolle?

Hinweis: Die 13. Ausgabe des BiB war 2017

Die verflixte 13. Auflage haben wir nur aus Besuchersicht schadlos überstanden.

Tatsächlich sind wir im Hintergrund an einem knappen Festival-GAU vorbeigeschrammt: Stromausfall, durch einen fast in Brand geratenen Stromverteilerkasten. Wir konnten den Brand nur durch beherztes und fehlerloses Eingreifen aller Beteiligten in der Kausalkette verhindern. So etwas möchte ich keinesfalls noch einmal erleben. Aber wir lernen jedes Jahr dazu und verbessern uns stetig.

Zudem hatten wir mit starken Verzögerungen aufgrund einiger technischer Probleme auf der Bühne zu kämpfen. In Summe war die 13. Ausgabe im Hintergrund mit Abstand die stressigste seit Jahren. Da könnte man abergläubisch werden. Nachzulesen auch hier: Das war Baden in Blut 2017

Wir haben uns natürlich Maßnahmen überlegt, damit das nicht wieder vorkommt. (Anmerkung: Die wir 2018 umgesetzt haben)
Beispielsweise setzen wir seither Jahr auf Stromaggregate, um die Bühnentechnik unabhängig der restlichen Stromversorgung zu betreiben. Zudem werden wir die (technische) Organisation auf- und um die Bühne besser strukturieren.

Bezüglich Sicherheitsauflagen: Wir erstellen ein Sicherheitskonzept und lassen es von der Stadt jährlich prüfen.
Zudem gibt es ein Behördengespräch im Vorfeld des Festivals.  Vor dem Festival stehen wir auch mit der Polizei in Kontakt.
Ich persönlich finde dieses Vorgehen in der Form richtig und wichtig.

Sie können mittlerweile einen Vergleich mit Lörrach als Festivalort ziehen. Wie fällt der aus?

Wir wurden in Weil am Rhein sehr nett empfangen.

Überwiegend positiv. Das Gelände der Weidenkuppel war eine einmalige Location für unser Festival. Wir merken jetzt allerdings, dass wir in der LGS mehr „Luft zum Atmen“ haben. Im Grütt wurde es in den letzten Jahren etwas eng. Speziell im Backstage-Bereich hinter der Bühne sind wir an Grenzen gestoßen.

Bands wie ICED EARTH wären dort kaum möglich gewesen. Demnach war der Umzug nach Weil am Rhein im Nachhinein der logische nächste Schritt. Wir wurden in Weil am Rhein sehr nett empfangen. Auch die Zusammenarbeit mit den Behörden und der Polizei funktioniert aus unserer Sicht sehr gut und pragmatisch.

Wir fühlen uns jedenfalls wohl in Weil am Rhein. Es ist schön dieses Festival in meiner ehemaligen Heimatstadt zu veranstalten (Ich war Schüler der Realschule in Weil am Rhein).

Wann bewerten Sie das 2018er-Festival als gelungen?

Wenn der Tag ohne Zwischenfälle und Stromausfall verläuft, das Wetter mitspielt und die Besucher einen Tag erlebt haben, von dem Sie ihren Freunden und Verwandten erzählen.

Passt dann der Kassensturz noch, sind auch wir wunschlos zufrieden.

Und wie sehen die Pläne für die nächsten Jahre aus?

Im Grunde möchten wir auf diesem Niveau weitermachen und uns in Details verbessern. Wir möchten das Konzept beibehalten und grandiose Bands in einmaliger Atmosphäre bieten. Etwas Raum für Wachstum mit bestehender Infrastruktur haben wir noch.

Gerne würde wir das Festival noch auf Freitagnachmittag in verkleinerter Form als „Warmup“ ausweiten. Beispielsweise von 17-22 Uhr mit 4 Bands. Der Aufbau und die Logistik sind für einen Tag inzwischen enorm aufwändig.

Bei eineinhalb Tagen hätten wir die Möglichkeit bei ähnlich hohem Aufwand selbst mehr vom Festival zu erleben und könnten den Kostendruck etwas reduzieren, da die Fixkosten gleich bleiben.

Vorerst haben wir hierfür allerdings leider eine Absage von der Stadt Weil am Rhein bekommen.

Und wie ihr alle wisst, stimmt der letzte Satz nicht mehr. 2019 feiert das BADEN IN BLUT erstmalig sein 2-tägiges bzw. eineinhalbtägiges Jubiläum!

Wir freuen uns besonders auf dieses etwas reduzierte „MiniBiB“,  limitiert auf nur 500 (!) Tickets!

 Schaut zu, dass ihr noch Tickets bekommt. Die Tickets für Freitag & Samstag sind beliebt und die Hälfte der Tickets ist bereits ausverkauft!

Hier geht’s zu unserem Shop:

Tickets im Onlineshop

Ich hoffe, ich konnte euch einige kleine Einblicke hinter die Kulissen des BiB-Teams geben. Natürlich ist das nur ein kleiner, persönlicher Ausschnitt von mir.  So etwas aufzubauen erfordert das Herzblut eines Jeden Beteiligten. Und ich denke ihr als Besucher merkt das am Festivaltag auch. Ich bin Stolz seit 15 Jahren Teil dieser Gemeinschaft zu sein und dieses großartige Festival mitzuverantworten und mitzuveranstalten.

Wir sehen uns am Samstag im Metal Café! Metal On!

//Arthur


Das war BADEN IN BLUT 2018

BADEN IN BLUT 2018 Rückblick, Bildergallerie

Beitragsbild & Bildegallerie (c) Andreas Siess (www.andi-siess.de)

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